Verein
Vereinsvorsitzende beziehungsweise Abteilungsleiter
Gründung "Schachverein Wernau" zum 1. Januar 1948:
Vorsitzende:
1948 - 1949 Wilhelm Rieger
1949 - 1950 Wilhelm Wachtler
1950 - 1954 Wilhelm Rieger
1954 - 1956 Armin Jatzek
Ab 1956 bestand statt des Schachvereins Wernau eine "Schach-Abteilung" der "Sportvereinigung Wernau 1919". Die Sportvereinigung Wernau schloß sich 1970 mit dem "Turnverein Wernau 1898" zu den "Wernauer Sportfreunden 1898" zusammen.
Schach-Abteilungsleiter:
1956 - 1960 Armin Jatzek
1960 - 1970 Willy Friedl
1970 - 1978 Armin Jatzek
Am Freitag, 14. Juli 1978, gründeten 17 Personen der früheren Schach-Abteilung in der Wernauer Stadthalle den neuen "Schachklub Wernau"
Vorsitzende:
1978 - 1982 Willy Friedl
1982 - 1984 Gerhard Pietrek
1984 - 1988 Armin Jatzek
1988 - 1990 Axel Denzinger
1990 - 1994 Peter Trautmann
Mai - Okt. 1994 Peter Brenner
Okt. 1994 - 1996 Wilhelm Petkof
Seit 1996 - Peter Trautmann
Die Vereinsmeister:
1948 - 1956 n. ausgespielt
1957 Willy Friedl
1958 Willy Friedl
1959 R. Schreiber
1960 Paul Boceck
1961 Armin Jatzek
1962 Walter Haasis
1963 Mile Rubcic
1964 Hans Sauter
1965 Willy Friedl
1966 Armin Jatzek
1967 Armin Jatzek
1968 Armin Jatzek
1969 Gerhard Pietrek
1970 Henry Reinhardt
1971 Leonhard Kowatsch
1972 Hugo Schober
1973 Hans-Peter Wild
1974 Leonhard Kowatsch
1975 Josef Steinmacher
1976 Josef Steinmacher
1977 Peter Brenner
1978 Hugo Schober
1979 Gerhard Pietrek
1980 Peter Brenner
1981 Peter Brenner
1982 Peter Dirschnabl
1983 Peter Dirschnabl
1984 Andreas Pohl
1985 Peter Brenner
1986 Peter Brenner
1987 Peter Brenner
1988 n. ausgespielt
1989 Andreas Pohl
1990 Gerhard Pietrek
1991 Peter Brenner
1992 Gerhard Pietrek
1993 Wilhelm Petkof
1994 Hagen Stegmüller
1995 Hagen Stegmüller
1996 Hagen Stegmüller
1997 Oliver Boceck
1998 Peter Brenner
1999 Peter Brenner
Seit 2000 nicht mehr ausgespielt.
Chronik des Wernauer Schachs:
Die allgemeine Lage in der Bevölkerung war bestimmt nicht rosig, als sich eine kleiner Haufen engagierter Männer am Abend des 3. Dezember 1947 in der Wernauer Gaststätte "Zum Rößle" einfand. Schließlich war der 2. Weltkrieg gerade einmal zweieinhalb Jahre vergangen, Lebensmittel gab es nur auf Karten, die Wirtschaft lag noch am Boden. Viele suchten ein wenig Zerstreuung und Ablenkung vom harten Alltag und das Schachspiel hatte damals auch in Wernau viele Bewunderer und Anhänger. Und so wurde an diesem denkwürdigen Tag von 19 Männern mit Wirkung zum 1. Januar 1948 ein Verein gegründet: der "Schachverein Wernau". Diesen Männern wollen wir heute danken. Sie haben in einer nach heutigen Maßstäben unvorstellbar schweren Zeit einen Klub gegründet, in dem auch wir 50 Jahre später noch Freunde gefunden haben und unsere Freizeit verbringen dürfen Das Schachspiel hat uns in seinen Bann gezogen und läßt uns nicht mehr los. Seit einem halben Jahrhundert auch in Wernau - und darauf dürfen wir stolz sein.
Zum 1. Vorsitzenden des frischgebackenen Klubs wurde Wilhelm Rieger gewählt und bald darauf feierten die Mitglieder, am 23. Juni 1948, ein im wahrsten Sinne "berauschendes" Gründungsfest. Hierzu schrieb der Schachverein, der die Schachklubs aus den umliegenden Gemeinden eingeladen hatte, an das Kreisernährungsamt in Esslingen und bat hochachtungsvoll um die Zuteilung von 500 Liter Apelmost. Die Begründung folgte im Schlußsatz: "Da es sich um eine einmalige wichtige Vereinsfeier handelt, die ohne Verabreichung eines entsprechenden Getränks mißlingen müsste, bittet der Verein dringend um Unterstützung." Da auch der zuständige Herr vom Kreisernährungsamt zwischen den Zeilen lesen konnte, wurde der Bitte entsprochen und die Gründungsfeier zu einem legendären Ereignis.
Für den Spielbetrieb war freilich wichtiger, daß der Verein in Josef Zink einen begnadeten Handwerker fand, der nahezu kostenlos Schachtische samt den dazugehörigen Figuren drechselte. Und zum Glück war Rößle-Wirt August Woll ein toleranter Fürsprecher. Er stellte den Clubmitgliedern immer mittwochs das Nebenzimmer seines Lokals zur Verfügung und spendierte nicht selten noch etwas zu Essen und zu Trinken. Die Stimmung hätte nicht besser sein können und so wurde nach dem Schachspielen oft noch bis in die frühen Morgenstunden gesungen. Das war gewiß keine Selbstverständlichkeit, denn die Denksportler sind in Gaststätten allgemein nicht gern gesehen, denn für großen Umsatz sorgen sie, selbst wenn sie vier oder fünf Stunden zubringen, nur selten. So war es kein Wunder, nachdem August Woll nicht mehr Pächter im Rößle war, daß die Wernauer Schachspieler von einem Lokal ins nächste weitergereicht wurden: Vom "Brückle" ins "Café Läpple" und weiter in den "Goldenen Ochsen"...
Schon 1948 ging der Schachverein Wernau in der Verbandsrunde an den Start. Zunächst in der A-Klasse, später gelang der Aufstieg in die Kreisklasse. Bezeichnend für die Anfangsjahre war allerdings die ausgeprägte Zuverlässigkeit der einzelnen Spieler. Kurzfristige Absagen waren seinerzeit undenkbar. Es hatte ja auch kaum einer ein Telefon und wie hätte man kurzfristig einen Ersatzspieler finden sollen? Wie heute wurden die Wettkämpfe sonntags ausgetragen, nur mit dem Unterschied, daß niemand ein Auto sein eigen nannte. So war es üblich, daß sich die Spieler bei Auswärtsbegegnungen am Wernauer Bahnhof trafen und beispielsweise um 6.29 Uhr nach Neckartenzlingen abfuhren. Der Trip in die Nachbargemeinden wie Plochingen oder Deizisau wurde in der Regel auf Schusters Rappen zurückgelegt.
Allmählich begann die Mitgliederzahl des Schachvereins Wernau zu stagnieren und so kamen die Kameraden unter Armin Jatzek, der seit 1954 den Vorsitz führte, im Jahre 1956 auf die Idee, sich aus Gründen der Mitgliedergewinnung der "Sportvereinigung Wernau 1919" anzuschließen. Beim Vorläufer der Wernauer Sportfreunde stand natürlich Fußball hoch im Kurs, daneben wurde Leichtathletik betrieben. Die Verbindung hielt immerhin 22 Jahre, akzeptiert wurden die Schachspieler aber nie so richtig. Sie wurden statt dessen - wie auch in vielen anderen Vereinen - eher belächelt. Daß die Schachabteilung der Sportvereinigung 1919 in den 60er Jahren an Zahl und Leistungsstärke einen so rasanten Aufstieg verzeichnete, lag dagegen an Mitgliedern, die sich intensiv um die Weiterentwicklung des Wernauer Schachs bemühten und ihre Ideen in die Tat umsetzten. 50 Mitglieder, darunter zwölf Jugendliche, waren 1963 der Lohn für diese vorbildliche Arbeit. Damit war die Schachabteilung im Kreis Esslingen die zweitgrößte Schachvereinigung. Der Höhepunkt folgte in der Saison 1964/65, als zum ersten Mal in der Geschichte des Wernauer Schachs drei Mannschaften an den Start gingen. Dabei verpaßte die erste Mannschaft als Vizemeister der Kreisklasse hinter Reichenbach nur knapp den Aufstieg in die Bezirksklasse - die damals dritthöchste Liga in Württemberg. Der Bericht der Schachabteilung bei der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins lobte ausdrücklich die Spieler Willy Friedl und Henry Reinhardt, die kein Spiel verloren hatten. In der zweiten Mannschaft (ebenfalls Kreisklasse) glänzten auf diese Weise Leonhard Kowatsch, Siegfried Delitz und Max Pöhlmann. Die dritte Mannschaft wurde Vizemeister in der B-Klasse, wobei Wilhelm Rieger und Jugendspieler Norbert Boceck ungeschlagen blieben. Vor allem die Jugend drängte immer mehr nach vorn, was vor allem ein Verdienst des umtriebigen Jugend- und Spielleiters Johann Pertschi war. Er einen hervorragenden Draht zu den Jungen hatte und stand zu ihnen fast wie ein zweiter Vater. Und die dankten es ihm, indem sie an Ehrgeiz und Motivation alle anderen Vereinsmitglieder übertrafen. Bis zu vier Wernauer Nachwuchsspieler, beispielsweise Norbert Boceck, Willi Schmidt oder die späteren Vereinsmeister Hugo Schober und Hans-Peter Wild, standen bei den alljährlichen Bezirksjugendmeisterschaften in Bad Urach unter den ersten Zehn. Die Wernauer Jugendarbeit unter Johann Pertschi wurde weithin als vorbildlich anerkannt.
Auch die Vereinsturniere nahmen in den 60ern ihren Aufschwung, nachdem bis zum Jahr 1957 keine vereinsinterne Meisterschaft durchgeführt wurde. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl mußte das Turnier in zwei Leistungsgruppen durchgeführt werden. Das hinderte unseren heutigen Ehrenvorsitzenden Armin Jatzek aber nicht daran, von 1966 bis 1968 dreimal in Serie den Wanderpokal der Gruppe 1 mit nach Hause und damit endgültig in seinen Besitz zu nehmen.
Doch die erste große Blütezeit der Schachabteilung fand in den Jahren 1968/69 ein jähes Ende. Innerhalb von zwölf Monaten war die Mitgliederzahl von 41 auf nur noch 24 Mitglieder geschrumpft. "Wohnungswechsel, berufliche Überforderung, nachlassender Gesundheitszustand, aber auch eine zunehmende Interesselosigkeit und Spielmüdigkeit haben diese bedauerliche Entwicklung in Gang gesetzt", konstatierte Abteilungsleiter Willy Friedl resigniert auf der Generalversammlung der Sportvereinigung am 5. September 1969. Die ehemals stolze Jugendabteilung mit zwölf Spielern war auf kümmerliche drei zusammengeschrumpft. Die 1. Mannschaft mußte nach dem Aufstieg in der Saison 1967/68 gleich wieder aus der Bezirksklasse absteigen und für die kommende Spielzeit reichte es bei der zweiten Mannschaft lediglich zu einem Fünfer-Team für die C-Klasse. Die Mini-Truppe gewann dort alle Begegnungen mit einem Klassenunterschied, ein Aufstieg war indes nicht möglich. Unterdessen stieg die "Erste" gleich noch einmal ab - und zwar in die A-Klasse.
Im September 1970 gab Willy Friedl schließlich nach zehnjähriger Amtszeit das Zepter zurück an Armin Jatzek, den alten und neuen Abteilungsleiter. Gespielt wurde zu dieser Zeit in der Autoraststätte "Café Eitel" und dort sollte sich die Achterbahnfahrt fortsetzen. Spielern wie Pertschi, Schober, Jatzek, Kowatsch, Schulz, Paul und Norbert Boceck, Wild, Pietrek, Reinhardt und Flennert gelang binnen zweier Jahre postwendend die Rückkehr in die Bezirksklasse. Ein schöner Erfolg, doch gleich ging's wieder bergab. 1975 sagte Wernau wieder der A-Klasse hallo. Mit Hilfe von Josef Steinmacher, dem zweimaligen Vereinsmeister und absoluten Spitzenspieler, kehrte Wernau abermals in die Kreisklasse zurück. Von Josef Steinmacher, der sich auf die Übungsabende, die seit 1973 in der Gaststätte "Ochsen" (Hauptstraße) stattfanden, bestens vorbereitete und seinen Kameraden Unterricht gab, profitierte letztlich der ganze Verein. Diese intensive Trainingsperiode war aber nur von kurzer Dauer, da Steinmacher aus beruflichen Gründen Wernau verließ.
Schließlich wurde im August 1975 das heutige WSF-Haus im Neckartal gebaut und feierlich eingeweiht. Den Schachspielern wurde das Nebenzimmer für alle Trainings- und Spieltage in Aussicht gestellt, daraus wurde allerdings nichts. Die meiste Zeit wurden die circa 25 Mitglieder in ein schummriges Hinterzimmer verdrängt, das nebenbei den Fußballern als Partyraum und Abstellkammer diente. Die Folge: Es kam zum Bruch mit der Sportvereinigung, die seit 1970 den Namen Wernauer Sportfreunde trug. So gut wie alle Mitglieder hatten ihren Unmut über die ungenügenden Zustände kundgetan und es war daraufhin Willy Friedl, der das Heft in die Hand nahm. Am 14. Juli 1978 hoben 17 Gründungsmitglieder in der Stadthalle den Schachklub Wernau aus der Taufe. Die WSF-Schachabteilung war de facto nicht mehr existent. Zum ersten Vorsitzenden wurde Willy Friedl und zu seinem Stellvertreter Leonhard Kowatsch gewählt. Den Posten des Kassenwarts übernahm Henry Reinhardt, das Amt des Schriftführers übte - wie jahrzehntelang zuvor - Armin Jatzek aus. Es war sicher ein Glücksfall, daß der neue Schachklub von der Stadt Wernau einen Nebenraum der Stadthalle zur Verfügung gestellt bekam. Hier haben die Schachspieler bis heute ihr eigenes kleines Reich, wo sie sich wohlfühlen und in Ruhe, ohne Zeitdruck, ihre Vereinsabende gemütlich ausklingen lassen.
Nach der Trennung von 1978 ging es mit dem Schachklub wieder bergauf. Über zwei Wahlperioden geleitete Willy Friedl den Verein in ein sicheres Fahrwasser, ehe Gerhard Pietrek am 4. Juni 1982 den Vorsitz übernahm. Noch am selben Tag wurde Willy Friedl aufgrund seiner großen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Inzwischen hatte die 1. Mannschaft wieder den Aufstieg in die Bezirksklasse gepackt und zur Saison 1982/83 schickte der Schachklub Wernau auch wieder eine zweite Mannschaft ins Rennen. Die war mit vielen neuen, jungen Mitgliedern hervorragend bestückt, stieg ohne Unterbrechung von der D- bis in die B-Klasse auf und scheiterte am Aufstieg in die A-Klasse nur hauchdünn durch ein unglückliches 4:4 in der letzten Runde gegen Altbach II. Die jungen Spieler wie Andreas Pohl, Jochen Seelig, Jürgen Walter oder Hagen Stegmüller wurden nun an die 1. Mannschaft (Kreisklasse) herangeführt. Unterdessen glückte dem heutigen Kapitän Peter Brenner, der seit 1977 insgesamt sieben Mal Vereinsmeister wurde und damit Rekordhalter ist, in den Jahren 1985 bis 1987 der zweite Hattrick nach dem von Armin Jatzek (1966-68).
Armin Jatzek war es auch, der bei der Hauptversammlung 1984 in die Bresche sprang, als niemand für das Amt des Vorsitzenden kandidieren wollte. Doch irgendwie mußte es ja weitergehen und wieder war Armin Jatzek, neben Paul Boceck ein "Mann der ersten Stunde", zur Stelle, als es um das Fortbestehen des Vereins ging. Vier Jahre lang ackerte er erneut unermüdlich und endlich durfte er 1988 den Vorsitz in jüngere Hände übergeben. Seine inzwischen 50jährigen, ununterbrochenen Anstrengungen um das Wernauer Schach sind mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden belohnt worden. An seinen großen Verdiensten müssen sich die kommenden Generationen erst noch messen.
Axel Denzinger hieß ab 1988 der neue Vorsitzende. Um ihn herum wurde die Führungsspitze mit Vize Peter Brenner, Schatzmeister Michael Späth, Jugendleiter Ingo Gennrich und Schriftführer Hagen Stegmüller deutlich verjüngt. Gerade die Jugendarbeit wurde durch Ingo Gennrich neu belebt, so daß sich im Schachraum beim Hallenbad immer mehr Jugendliche tummelten. Auf die erste Mannschaft hatte dies zunächst freilich keine Auswirkungen, denn die verhinderte 1991 nur mit großer Mühe den absoluten Tiefpunkt, nämlich den Abstieg in die B-Klasse. Allmählich kam das frühere Aushängeschild aber wieder auf die Beine: Und siehe da, 1993 ging es wieder hoch in die Kreisklasse und unter der Regie von Peter Trautmann - der seit 1990 mit einer zweijährigen Unterbrechung den Schachklub anführt - ein Jahr später sogar in die Bezirksliga. Die zweite Mannschaft startete zeitversetzt ebenfalls einen furiosen Siegeszug und stieg 1996 in die Kreisklasse, die viele Jahre der "Ersten" verwehrt geblieben war, auf. Allerdings hielt die Leistung mit dem stürmischen Aufstieg nicht Schritt. Auch der dünne Spielerkader war dafür verantwortlich, daß die "Zweite" wieder bis in die unterste Liga, die B-Klasse, durchgereicht wurde und hier in der kommenden Saison einen Neuanfang wagen muß.
Großes hat in den vergangenen vier Jahren aber die erste Mannschaft geleistet. Als Aufsteiger holte der Schachklub Wernau auf Anhieb die Bezirksliga-Vizemeisterschaft (1994), sicherte seither den Klassenverbleib und steht nun vor seiner fünften Bezirksliga-Saison in Folge. Seit der Gründung des Schachvereins Wernau anno 1948 gelang dies noch keiner Mannschaft, denn die Gastspiele in der Bezirksklasse blieben stets auf eine Saison beschränkt. Maßgeblichen Anteil am jüngsten Erfolg hatten Spieler wie Brenner, Stegmüller, Walter, Pietrek, Wilhelm und Peter Petkof, Serkan und Cahit Yildiz, Carsten Stein, Kurt Hüber und der aktuelle Vereinsmeister, Oliver Boceck. Derweil erspielte sich Hagen Stegmüller mit seinem Hattrick von 1994 bis 1996 einen Platz in der Vereinsmeister-Galerie neben Jatzek und Brenner.
30 Vollmitglieder, acht Jugendliche und vier Fördermitglieder weist der Schachklub Wernau im Jahr 1998 auf. Im Rückblick auf das vergangene halbe Jahrhundert kann sich diese Bilanz durchaus sehen lassen. Aber jeder weiß, daß die nackten Zahlen allein nicht viel aussagen. Sie sagen nichts über den tatsächlichen Besuch des freitäglichen Übungsabends oder über die Stimmung im Verein. Aber eines dürfen wir feststellen: Die Gemeinschaft, die unsere Vereinskameraden vor 50 Jahren mit dem Schachverein Wernau ins Leben gerufen haben, ist bei uns in guten Händen. Wir haben den Schachsport in Wernau, die Kameradschaft und den Zusammenhalt immer wieder erneuert. Das gemeinsame Einstehen für unseren Sport und unseren Verein hat bewirkt, daß wir in stürmischen Zeiten nicht untergegangen sind. Ausflüge nach Marseille, Bautzen oder die Schwäbische Alb sowie die unvergessenen Weihnachtsfeiern haben dazu beigetragen, unsere Gemeinschaft abseits von Mannschafts-, Vereins- und sonstigen Schachturnieren zu bereichern. Wenn wir diesen Weg weiter gehen, dürfen wird den nächsten 50 Jahren mit Freude entgegenblicken.
Hagen Stegmüller